Was ist Schmerz?

Schmerz kann unangenehm sein, ist meist nicht willkommen und doch ist er eine wichtige Alarmanlage des Körpers. Akuter Schmerz hilft zu erkennen, dass dem Körper Schaden droht oder schon eingetreten ist und man sich rasch von der Gefahrenquelle entfernen sollte. Menschen, die kein Schmerzempfinden haben, können Gefahren für den Körper nicht wahrnehmen und neigen zu unbeabsichtigten Selbstverletzungen. Wenn aus dem akuten ein chronischer Schmerz wird, ist die Ursache oft ausgeheilt und die Warnfunktion nicht mehr da. Chronischer Schmerz kann sehr belastend sein und das Leben stark beeinträchtigen.

Viele Faktoren beeinflussen die Schmerzwahrnehmung. Wenn man frisch verliebt ist, scheint man keine oder kaum Schmerzen wahrzunehmen. Ein weiteres Beispiel ist, wenn man den ganzen Tag in die Arbeit vertieft ist und erst am Abend spürt, dass man verspannt ist. Negative Gefühle wie Angst und Hilflosigkeit können das Schmerzempfinden hingegen noch viel intensiver werden lassen.

Neben dem Faktor der Aufmerksamkeit gibt es die sozialen Komponenten. Man sagt zwar, geteilter Schmerz ist halber Schmerz. Jedoch kann Zuwendung von den Mitmenschen, wenn man über sein Leiden berichtet, dazu führen, dass man das Schmerzempfinden mit einem positiven Aspekt auf unbewusster Ebene verknüpft. Diese Erfahrung kann unbewusst das Schmerzempfinden oder die Krankheit aufrecht halten, was zu hartnäckigem Leiden führen kann. Ein weiterer Aspekt kann die Erwartungshaltung sein und wie man Schmerz bewertet.

Schmerz ist ein sehr komplexes Warnsystem des Körpers. Die verschiedenen Einflussfaktoren zeigen, dass es nicht nur eine Lösung für den Umgang mit Schmerzen geben kann.

Methoden aus der Akzeptanz und Commitment Therapie wie auch aus der Hypnosystemik können helfen, Strategien im Umgang mit dem Schmerz zu entwickeln und damit Erleichterung verschaffen.

 

 

 

 

 

 

 


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